Zwei Auszeichnungen für Sozialwissenschaftlerinnen der Universität Mannheim

Dr. Leah von der Heyde, Computational Social Scientist und Umfrage-Methodikerin am GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, wurde für ihre Dissertation mit dem Titel „Who Counts? Survey Data Quality in the Age of AI“ (Wer zählt? Die Qualität von Umfragedaten im KI-Zeitalter) mit dem diesjährigen Lorenz-von-Stein-Preis ausgezeichnet. Die Lorenz-von-Stein-Gesellschaft vergibt den Preis jährlich für die beste Dissertation der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.
In ihrer Dissertation untersucht Leah von der Heyde, ob und unter welchen Bedingungen große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) in der Umfrageforschung genutzt werden können, indem sie empirische Belege für die Potenziale und Grenzen deren Verwendung im europäischen Kontext liefert. Die Dissertation kommt zu dem Ergebnis, dass LLMs ohne Anpassungen für die Vorhersage und Klassifizierung der öffentlichen Meinung nicht nur hinsichtlich der Genauigkeit, sondern auch hinsichtlich der Effizienz ungeeignet erscheinen.
Die MZES-Projektleiterin Dr. Sandra Morgenstern wurde mit dem diesjährigen Preis der Stiftung von Prof. Dr. Anna und Prof. Dr. Jörg Jiri Bojanovsky ausgezeichnet. Die Bojanovsky-Stiftung fördert Nachwuchswissenschaftler an der Universität Mannheim im Bereich der empirischen Erforschung sozialer, interindividueller oder kultureller Prozesse.
Die Sozialwissenschaftlerin wurde für ihre Studie „Credibility and/