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Foto: Anna Logue

Forschung im Fach Soziologie

Die Wissenschaft­lerinnen und Wissenschaft­ler der Fach­gruppe Soziologie forschen zu zentralen gesellschaft­lichen Fragestellungen, insbesondere zu demographischem Wandel, Bildung und Arbeits­märkten, Migration und Integration sowie Entwicklungen in Organisationen und Institutionen der Wirtschaft und des Wohlfahrtsstaates.

Diese Forschung zeichnet sich durch eine dezidiert empirisch-analytische Ausrichtung aus. Dies bedeutet theoriegeleitete und methodisch fundierte empirische Forschung, die oftmals durch einen internationalen Vergleich und eine Längsschnittperspektive ergänzt wird. Die empirische Grundlage bilden großangelegte Umfrage­studien, administrative Daten, experimentelle Designs oder historische Quellen.

Forschungs­vorhaben

  • Forschung am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)

    Nahezu alle diese Forschungs­vorhaben werden am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) durchgeführt. Dort leisten die Mitglieder der Fach­gruppe wichtige Beiträge zur vergleichenden Europaforschung: beispielsweise im Vergleich von Bildungs­systemen, der Entwicklung von Arbeits­märkten und Berufsgruppen, in der Untersuchung sozialer Ungleichheit und sozialer Mobilität, der Analyse sich wandelnder Familienstrukturen oder der Integration von Migranten. Zur Unterstützung der Forschung zu Migration und Integration am MZES wird zurzeit eine vom Land finanzierte temporäre Professur im Rahmen der vom Bundes­ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Forschungs­gemeinschaft des Deutschen Zentrum für Integration und Migration (DEZIM) eingerichtet.

    Zur Webseite des MZES

  • Wohlfahrtsstaatenforschung, Soziologische Theorie und Wirtschafts- und Organisations­soziologie

    Der Vergleich von Wohlfahrtsstaaten, Gesundheitssystemen und Wirtschafts­regimen bildet neben der Sozialstrukturanalyse einen weiteren Forschungs­schwerpunkt. Die Wohlfahrtsstaats­forschung ist ebenso wie die sozial­wissenschaft­liche Methodenlehre in dem von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) finanzierten Sonderforschungs­bereich (SFB 884) Political Economy of Reforms vertreten.

    Auf der Ebene der soziologischen Theorie befassen sich Forscherinnen und Forscher der Fakultät mit Entscheidungs­theorien, etwa mit der Theorie der Rationalen Wahl und ihrer Erweiterung, sowie theoretischen Ansätzen, die zum Verständnis der Entwicklung von Organisationen und Institutionen beitragen.

    Ergänzt wird das Forschungs­spektrum durch die Professur für Wirtschaft- und Organisations­soziologie, die auf quantitative Netzwerkanalysen spezialisiert ist und eine Brücke zu den Wirtschafts­wissenschaften bildet.

  • Forschung zu den Methoden der empirischen Sozialforschung

    An den beiden Lehr­stühlen für Methodenlehre wird zu inhaltlichen und methodischen Fragestellungen geforscht, um die sozial­wissenschaft­lichen Methoden der Datenerhebung und der Datenanalyse weiterzuentwickeln.

  • Sozialpsychologische Forschung

    Mit mikrosoziologischen und psychologischen Prozessen befassen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Lehr­stühle für Sozialpsychologie, die ebenfalls der Fach­gruppe Soziologie zugeordnet sind.

    Das Internetportal „Forschung erleben“ ist ein Projekt dieser Lehr­stühle. Dort werden verschiedene sozialpsychologische Experimente vorgestellt und jede Woche neue interessante Forschungs­befunde aus der Sozialpsychologie veröffentlicht.

    Seit dem Herbstsemester 2017 gibt es im Bereich der Sozialpsychologie auch eine von der DFG finanzierte Heisenberg-Professur für Kulturvergleichende Sozial- und Persönlichkeits­psychologie.