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Die berufs­qualifizierende Tätigkeit III

Zum Herbst-/Wintersemester 2023/2024 wurde der neue Master­studien­gang Klinische Psychologie und Psycho­the­rapie an der Universität Mannheim eingeführt. Dies ermöglicht den Stu­die­ren­den die reformierte Psychotherapeutenaus­bildung mit Approbation direkt nach dem Stu­dienab­schluss.

Das Studium ist sehr praxis­orientiert. Studie­rende begleiten bereits während des Studiums psy­chothe­ra­peutische Behandlungen und führen ein­zelne psy­cho­therapeutische Tätigkeiten selbstständig durch. Dazu zählen z. B. psychothera­peutische Erst­gesprä­che, Therapieplanung, Um­gang mit Notfall- und Kri­sensituationen, psychoeduka­tive Maßnahmen und der Aufbau einer therapeuti­schen Beziehung.

Wäh­rend der berufs­qualifizierenden Tätigkeit III (BQT III) sollen Studierende des dritte und vierte Master­semesters diese Kennt­nisse in psychotherapeutischen Einrichtungen (statio­när bzw. teil­stationär sowie ambulant) in realen Behand­lungs­set­tings und im direkten Kontakt mit Patient*innen umsetzen.

  • Aufbau der BQT III

    Die BQT III wird im Rahmen des Moduls CI „berufs­qualifizierende Tätigkeit III – angewandte Praxis der Psychotherapie nach § 18 PsychThApprO“ absolviert.

    Die BQT III setzt sich zusammen aus einem ambulanten (Modul CI1) und einem stationären Teil (Modul CI2).

    Der ambulante Teil der BQT III (150 Stunden) wird in den psychologischen Hochschul­ambulanzen der Universität Mannheim absolviert.

    Der stationäre Teil der BQT III (450 Stunden) findet in Einrichtungen der psychotherapeutischen, psychiatrischen, psycho­somati­schen und neuropsychologischen Versorgung oder in in­terdisziplinären Behandlungs­zentren mit Psychotherapieschwerpunkt statt. Die Anleitung der Studierenden er­folgt durch psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendpsychotherapeut*innen mit einer ab­geschlossenen Weiterbildung.

    Ordnung zur berufs­qualifizierenden Tätigkeit

    • Inhalte der BQT III

      Diese Tätigkeiten müssen nach § 18 PsychThApprO ins­gesamt während der BQT III (teil-)stationär oder ambu­lant abgeleistet werden:

      • Bei zehn Patient*innen verschiedener Alters- und Patient*innen­gruppen mit vier unterschiedlichen Störungs­bildern und -schweregraden:
        • vier Erstge­spräche
        • vier Anamnesen
        • vier psychodiagnostische Untersuchungen
        • vier Indikations­stellungen
        • vier Patient*innen­aufklärungen
      • Teilnahme an zwölf aufeinanderfolgenden ambulanten Behandlungs­sitzun­gen einer ambulanten psychotherapeutischen Patient*innen­behandlung
      • Teilnahme an zwölf Behandlungs­sitzun­gen von weiteren zwei einzelpsychotherapeutischen Pa­tient*innenbehandlungen, (davon mindestens ein*e Pa­tient*in im Kindes- oder Jugendal­ter)
      • Durchführung von drei unterschiedlichen psychotherapeutischen Basismaßnahmen
      • vier Bezugspersonengespräche führen
      • Teilnahme an zwölf gruppen­psychotherapeutischen Sitzungen
      • Ein ausführliches psychologisch-psychotherapeutisches Gutachten erstellen                                                                                                    
      • Fortbildungs­teilnahme
    • Das serielle Modell der Universität Mannheim

      An der Universität Mannheim findet der stationäre Teil der BQT III ganzjährig in dreimonatigen Abschnitten statt. Die Studierenden des dritten und vierten Master­semesters werden in vier Gruppen eingeteilt, von denen pro Semester jeweils zwei Gruppen nacheinander den stationären Teil der BQT III absolvieren.

    • Pflicht­praktikums­bescheinigung

      Wenn Sie ein Praktikum machen möchten, fordern einige Praktikumsgeber eine Pflicht­praktikums­bescheinigung. Dabei handelt es sich um einen Nachweis, dass Sie im Laufe Ihres Studiums ein Praktikum absolvieren müssen. Die Pflicht­praktikums­bescheinigung können Sie sich ab sofort selbstständig über AretUM erstellen. Zusammen mit einer aktuellen Immatrikulations­bescheinigung können Sie bei Bedarf diese Bescheinigung bei Ihrer Praktikumsstelle vorlegen. Über AretUM können Sie außerdem Ihre Learning Agreements bei einem Auslands­semester bearbeiten.

    • Informationen für Kooperations­kliniken

      Der stationäre Teil der BQT III findet in dreimonatigen Abschnitten statt, sodass ein Slot pro Jahr durch vier Studierende besetzt wird.

        Vorteile für Kooperations­kliniken auf einen Blick

        • Die Kooperations­kliniken können das ganze Jahr über durchgehend mit hoch qualifizierten Praktikant*innen versorgt werden.
        • Die Universität Mannheim organisiert die Auswahl und Zuteilung geeigneter Praktikant*innen auf die kooperierenden Einrichtungen.
        • Die Universität Mannheim begleitet und unterstützt die Studierenden fach­lich im Online-Begleitseminar, in dem auch die Dokumentation der abzuleistenden Tätigkeiten erfolgt.
        • Kooperations­einrichtungen gehören zum Netzwerk der Kooperations­kliniken der Universität Mannheim.

      Kontakt

      Dr. Laura-Ashley Fraunfelter

      Dr. Laura-Ashley Fraunfelter (sie/ihr)

      Praktikumsmanagerin M.Sc. Klinische Psychologie und Psychotherapie
      Universität Mannheim
      Fakultät für Sozial­wissenschaften
      L 13, 15–17
      68161 Mannheim