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Foto: Anna Logue

Forschung im Fach Politik­wissenschaft

Die Forschung der Fach­gruppe Politik­wissenschaft zeichnet sich durch eine empirisch-analytische Orientierung aus und greift auf quantitative Methoden der Datenanalyse zurück. Inhaltlich beschäftigt sie sich mit einem breiten Themenspektrum.

Wichtige Forschungs­felder:

  • Wahlen und Parteienwettbewerb in etablierten Demokratien, aber auch Demokratisierungs­prozesse und Willensbildung in anderen Staaten  
  • Prozess der europäischen Integration
  • Innerstaatliche Konflikte und Bürgerkriege
  • Determinanten und Konsequenzen von Reformprozessen   

Die Forschung in der Politischen Soziologie und der Politischen Psychologie bildet Brücken zu den Nachbarfächern Soziologie und Psychologie.

Forschungs­vorhaben in der Politik­wissenschaft

Die Forschung im Fach Politik­wissenschaft findet in der Regel in Projekten außerhalb der Lehr­stühle statt: im Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES) oder im Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ (SFB 884).

  • Forschung am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)

    Die meisten Forschungs­vorhaben der Politik­wissenschaft werden am MZES durchgeführt.

    Im Arbeits­bereich B „Die Politischen Systeme Europas und Ihre Integration“ werden folgende Fragestellungen untersucht:

    1. Verhalten und Orientierungen von Bürgern als Bedingungen demokratischen Regierens und
    2. politische Institutionen als Kontexte demokratischen Regierens.

    Zu der ersten Forschungs­frage gehören etablierte Panel­studien wie die „German Longitudinal Election Study“ (GLES) aber auch Studien zu politischer Partizipation oder zur Rolle sozialer Medien bei der politischen Urteilsbildung.

    Darüber hinaus werden Parteien, Wahlsysteme oder auch die Rolle des Bundes­verfassungs­gerichts untersucht. Im Fokus der Forschung stehen auch das Regieren in Mehrebenensystemen und die Europäisierung. Hierbei wird vor allem die Beziehung zwischen nationaler und europäischer Ebene betrachtet. Unterhalb der nationalen Ebene sind die länder­spezifischen regionalen politischen Strukturen von Interesse. Auch die Rolle der Europäischen Union auf internationaler Ebene ist Gegenstand der Forschung.

    Zur Webseite des MZES

  • Forschung im Sonderforschungs­bereich 884 „Political Economy of Reforms“ (SFB 884)

    Mit mehreren Professuren trägt die Fach­gruppe auch maßgeblich zur Forschung des von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) finanzierten Sonderforschungs­bereichs (SFB 884) Political Economy of Reforms bei.

    Das allgemeine Ziel des SFB liegt in der quantitativen Erforschung der Ursachen und Folgen von Erfolg und Scheitern von Reformen. Zu diesem Zweck vereint dieser SFB Ökonomen, Politik­wissenschaft­ler, Soziologen und Informatiker, die gemeinsam die empirische Bewährung von theoretischen Reform­modellen untersuchen.

    In der ersten Phase haben die meisten Projekte theoretische Konzepte für verschiedene Reformen in Deutschland entwickelt. Der Schwerpunkt in der zweiten Phase liegt auf der empirischen Untersuchung von Reformen in europäischen Wohlfahrtsstaaten. Die dritte Phase des SFB konzentriert sich nun vor allem auf die Erfüllung dreier langfristiger Ziele.

    1. Im Längsschnitt werden verstärkt die Entwicklung von individuellen und kollektiven Reformpräferenzen und -entscheidungen untersucht. Außerdem werden erfolgreiche und weniger erfolgreiche Reformen evaluiert.
    2. Wichtige Er­kenntnisse über Reformprozesse und das Verhalten von Akteuren sollen auch in sich entwickelnden Staaten in Afrika und Asien gewonnen werden.
    3. Die Ergebnisse aus der ersten, zweiten und dritten Phase des SFB sollen für praxisbezogene Reformvorschläge genutzt werden.

    Zur Webseite des SFB 884