Geringere Sichtbarkeit: Wenn Frauen als Mentorinnen zum Nachteil werden

Victoria Sevcenko von der französischen Wirtschaftshochschule INSEAD (links) und Dr. Leo Schmallenbach bei der Verleihung des Best Paper Prize in Berlin
Die Betriebswirtschaftler*innen erklären diesen Unterschied damit, dass Mentor*innen die von ihnen betreuten Personen unter anderem mit ihrer eigenen wissenschaftlichen Community vernetzen und ihnen somit ihr Fachpublikum „vererben“. Da die Reichweite von Wissenschaftlerinnen per se geringer ist als die von Wissenschaftlern, überträgt sich dies auch auf die Mentees. Die Studie wurde von Prof. Dr. Karin Hoisl, Inhaberin des Lehrstuhls für Organisation und Innovation, Prof. Dr. Marc Lerchenmüller, Juniorprofessor für Technologische Innovation und Management Science, sowie Dr. Leo Schmallenbach, Habilitand im Technologie- und Innovationsmanagement, durchgeführt.
„Hierbei spielt weder die Leistung der Mentorin noch die der betreuten Personen eine Rolle. Auch bei gleichwertiger Arbeitsqualität erhalten Mentees von Männern mehr Sichtbarkeit“, erklärt Hoisl. „Mentees von Frauen erhalten dagegen weniger Aufmerksamkeit – unabhängig davon, ob sie selbst Frauen oder Männer sind.“