Estimating the climate change mitigation potential of behavior change interventions

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A5 6, Bauteil B, B 244

Gastvortrag von Prof. Dr. Malte Friese (Universität des Saarlandes)

Verhaltensinterventionen sind ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels. Interventionen, die – gemessen an einer standardisierten Effektstärke – wirksamer sind, haben vermutlich ein größeres Potenzial, zur Eindämmung des Klimawandels beizutragen. In diesem Vortrag argumentieren wir, dass die derzeitigen Praktiken bei der Konzeption und Bericht­erstattung von Interventionen keine ausreichend soliden Belege liefern, um politische Empfehlungen zu den vielversprechendsten Verhaltensinterventionen zur Bekämpfung des Klimawandels zu unter­mauern. Erstens erläutern wir, warum die Wirksamkeit von Interventionen anhand geschätzter Reduzierungen der Treibhausgasemissionen und nicht anhand standardisierter Effektgrößen bewertet werden sollte. Zweitens ist es aus politik­wissenschaft­licher Sicht wichtig, abzuschätzen, inwieweit verschiedene Interventionen prospektiv zur Eindämmung des Klimawandels beitragen können. Zu diesem Zweck stellen wir einen theoretischen Rahmen vor, der verdeutlicht, dass Forscher zur Abschätzung des Potenzials einer Intervention zur Eindämmung des Klimawandels die Wirkung der Intervention, ihre Dauerhaftigkeit im Zeitverlauf sowie ihre Skalierbarkeit auf große und vielfältige Bevölkerungs­gruppen berücksichtigen müssen. Diese Determinanten können auf unter­schiedliche Weise zusammenwirken, und wir veranschaulichen, wie diese Wechsel­wirkungen das Potenzial einer Intervention zur Eindämmung des Klimawandels beeinflussen. Wird Lehr­stuhl für Konsumenten­psychologie  und der ökonomischen Psychologie Die Berücksichtigung nur einer oder mehrerer Komponenten des Rahmen­modells schränkt die Fähigkeit der Forscher ein, die vielversprechendsten Verhaltensinterventionen zu identifizieren. Wir leiten Empfehlungen für die Konzeption und Bericht­erstattung künftiger Verhaltensinterventionen ab, die es ermöglichen, politische Empfehlungen auf fundiertere Er­kenntnisse zu stützen.

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