Studie zu Kirchenaustritten: Emotionale Bindung als Schlüsselfaktor

Eine Unter­suchung von Lotte Pummerer zeigt: Geringe emotionale Verbundenheit und sinkende subjektive Bedeutung der Zugehörigkeit erhöhen die Austrittsabsichten aus der katholischen Kirche deutlich, während institutionelle Faktoren weniger konsistent wirken.

Warum entscheiden sich Menschen für einen Austritt aus der katholischen Kirche? Eine Studie von Lotte Pummerer und Kolleg*innen zeigt, dass vor allem die persönliche Bindung entscheidend ist: Geringere emotionale Verbundenheit, Zufriedenheit und subjektive Bedeutung der Zugehörigkeit gehen mit stärkeren Austrittsabsichten einher. Andere Faktoren wie die Wahrnehmung kirchlicher Autorität oder Reform­fähigkeit erweisen sich dagegen als weniger konsistent. Die Ergebnisse basieren auf Quer- und Längsschnittdaten und sind im International Journal for the Psychology of Religion erschienen.

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