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Häufig gestellte Fragen

1. Was bedeutet GLES?

Die Abkürzung “GLES” steht für “German Longitudinal Election Study” und ist die englische Bezeichnung für die Deutsche Wahlstudie. Die Deutsche Wahlstudie ist ein seit 2009 von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG) gefördertes wissenschaft­liches Projekt der Universität Mannheim, der Universität Frankfurt, des Wissenschafts­zentrums Berlin und von GESIS – Leibniz-Institut für Sozial­wissenschaften. Die Deutsche Forschungs­gemeinschaft wird finanziert vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung.

Die Studie wurde anlässlich der Bundestagswahl 2009 ins Leben gerufen und soll bei künftigen Bundestagswahlen fortgeführt werden. Ähnliche nationale Wahl­studien werden in vielen Demokratien regelmäßig durchgeführt, z.B. in Österreich, der Schweiz, Großbritannien oder den USA. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der GLES.

2. Was ist die Wahlkampfstudie?

Die Wahlkampfstudie unter Leitung von Prof. Dr. Harald Schoen, Universität Mannheim, ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Wahlstudie. Diese Studie ermöglicht es, individuelle Veränderungen von wahlbezogenen Einstellungen im Verlauf des Wahlkampfes zu untersuchen. Dazu wird eine gleichbleibende Auswahl von Teilnehmern in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von einem Jahr zu politischen Themen befragt. Für die Befragungen wird die Online-Meinungs­forschungs­plattform mingle verwendet, aus deren Mitgliedern eine Stichprobe von wahlberechtigten deutschen Bürgern gezogen wurde (siehe Punkt 11).

3. Was ist das Ziel der Deutschen Wahlstudie?

Ziel der Deutschen Wahlstudie ist es, die politischen Einstellungen, Meinungen und Verhaltensweisen in Deutschland zu untersuchen. Wir möchten Antworten auf Fragen finden wie z.B.

  • Warum beteiligen sich manche Bürger nicht an Wahlen?
  • Wer wählt welche Partei und warum?
  • Welche politischen Themen sind aus Sicht der Wähler besonders wichtig?
  • Welche Meinungen haben die Deutschen über die Standpunkte der Parteien, die wichtigsten Politiker und zu aktuellen Problemen?
  • Was sollte sich aus Sicht der Bürger in der Politik ändern?
  • Wie wird der Wahlkampf der Parteien wahrgenommen?

Um diese Fragen zu beantworten, führen wir neben der Wahlkampfstudie weitere Bevölkerungs­umfragen durch, werten Zeitungs­artikel und Fernsehsendungen aus, befragen die Kandidaten der Parteien und untersuchen die Wahrnehmung und Wirkung der TV-Duelle vor Bundestagswahlen.

4. Warum ist meine Teilnahme wichtig?

Nur wenn sich möglichst viele der zufällig ausgewählten Personen an unserer Umfrage beteiligen, sind unsere Ergebnisse aussagekräftig.  Deshalb brauchen wir jeden Teilnehmer. Auch wenn Sie sich persönlich nicht so sehr für Politik interessieren, ist es für uns besonders wichtig, was Sie denken. Wenn beispielsweise all diejenigen, die sich nicht so sehr für Politik interessieren, nicht teilnehmen würden, dann würde das unsere Ergebnisse beeinträchtigen.

5. Ich habe doch angegeben, dass ich mich nicht für Politik interessiere. Warum stellen Sie mir trotzdem Fragen zu Politik?

Viele haben – aus ganz unterschiedlichen Gründen – keine Zeit oder keine Lust, sich mit politischen Themen zu beschäftigen. Damit wir die politische Entwicklung in unserem Land wissenschaft­lich untersuchen können, ist es ganz wichtig, dass auch Leute teilnehmen, die sich eher wenig für Politik interessieren oder nicht wählen gehen möchten. Auch wenn Sie vielleicht nicht immer alle Politiker, Parteien und aktuellen Streitpunkte kennen, interessiert uns Ihre Meinung zu allgemeinen politischen und gesellschaft­lichen Themen. Erst durch Ihre Teilnahme ermöglichen Sie uns, ein repräsentatives Meinungs­bild der gesamten deutschen Bevölkerung zu erhalten.

6. Ich bin doch schon mal befragt worden. Warum soll ich nochmal teilnehmen?

Für diese Studie ist es sehr wichtig, dieselben Bürger mehrfach zu befragen. Nur auf diese Weise ist es möglich zu untersuchen, wie sich Meinungen über den Wahlkampf hinweg entwickeln. Werden beispielsweise diejenigen, die im Juni angeben, die CDU/CSU zu wählen, auch im September noch diese Partei wählen? Ändern Wähler Ihre Einstellungen zu den beiden Kanzlerkandidaten nach der Fernsehdebatte? Zwischen welchen Parteien finden die größten Verschiebungen in den letzten Wochen vor der Wahl statt?

7. Was habe ich davon, wenn ich teilnehme?

Zunächst einmal wissen wir, dass Sie für die Teilnahme an unserer Umfrage einen Teil Ihrer Zeit opfern müssen. Zeit ist knapp und deshalb ist das alles andere als selbstverständlich. Wir können Ihnen aber versichern, dass sich Ihre Teilnahme lohnt!

Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der öffentlichen Meinung in Deutschland. Die Ergebnisse unserer Befragungen werden gründlich untersucht und veröffentlicht. Auch auf die öffentliche Diskussion und die politischen Parteien können Umfrageergebnisse einen großen Einfluss haben.

Als unser Dankeschön erhalten Sie mingle-Punkte. Sie bekommen zusätzliche mingle-Punkte auf Ihr Konto gutgeschrieben, wenn Sie an mehreren unserer Befragungen teilnehmen. Die Anzahl der Zusatzpunkte ist umso höher, je öfter Sie sich beteiligen.

8. Das sind doch dieselben Fragen wie bei der letzten Umfrage?

Wir bemühen uns, alle Umfragen so interessant und abwechslungs­reich wie möglich zu gestalten. In der Wahlkampfstudie müssen aber manche Fragen mehr als einmal gestellt werden. Nur wenn Fragen wiederholt gestellt werden, kann untersucht werden, wie stabil Einstellungen oder Meinungen zu Kandidaten und Parteien sind. Um Einstellungs­wandel zu erkennen und deren Ursachen erforschen zu können, stellen wir Ihnen daher manche Fragen mehrmals.

9. Warum fragen Sie mich, was ich gewählt habe?

Bei der Auswertung der gesammelten Daten achten wir stets darauf, dass diese anonym behandelt werden. Das Wahlgeheimnis wird insofern nicht verletzt, als dass keine Rückschlüsse auf individuelle Personen gezogen werden können. Durch die Angabe Ihrer Wahlentscheidung ermöglichen Sie uns, ein repräsentatives Wahlergebnis der Gesamtbevölkerung Deutschlands zu erhalten.

10. Was geschieht mit meinen Angaben?

Die wichtigsten Informationen in Kürze: Ihre Daten werden nur anonymisiert ausgewertet, d.h. niemand kann aus Ihren Antworten Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen oder erfährt welche Antworten Sie gegeben haben! Wir verwenden Ihre Antworten ausschließlich für wissenschaft­liche Forschung und präsentieren die Daten und Ergebnisse nur in zusammen gefasster Form. Ein ausführliches Beispiel dazu, wie wir Ihre Angaben auswerten, finden Sie hier.

11. Wieso wird meine Postleitzahl abgefragt?

Im Rahmen der GLES-Studie werden auch Umfragen mit Wahlkreiskandidaten durchgeführt. Die Abfrage der Postleitzahl wird dazu verwendet, Ihren Wahlkreis und somit Ihren Wahlkreiskandidaten zu ermitteln. Dadurch können Einschätzungen der Bevölkerung mit den Bewertungen Ihres Kandidaten verglichen werden. Alle Analysen geschehen natürlich anonymisiert und ohne jeglichen Zusammenhang mit Ihren persönlichen Daten.

12. Wieso gibt es bei den meisten Fragen kein expliziertes Antwortfeld für „ich möchte hier keine Angabe machen“?

In der GLES-Studie gilt: Die Teilnahme am Interview ist freiwillig. Es besteht daher keine Pflicht, Fragen zu beantworten. Wenn Sie keine Angaben machen möchten, können Sie jederzeit mit dem „Weiter-" Button zur nächsten Frage gelangen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Sie mit jeder Antwort zum Erfolg der Studie beitragen.

13. Warum kann man nicht zu jeder Frage einen Kommentar schreiben?

Manchmal kommt es vor, dass die vorgegebenen Antwortoptionen nicht präzise Ihre Meinung abbilden. Für unsere Auswertungen der Gesamtdaten hilft es uns jedoch schon, wenn Sie angeben, welche Antwort­möglichkeit am ehesten bei Ihnen zutrifft. Zudem sind geschlossene Fragen für die meisten Befragten einfacher und schneller zu beantworten und vorgegebene Antwort­möglichkeiten stellen häufig auch eine Hilfe zum Verständnis der jeweiligen Frage dar. Natürlich haben wir auch offene Fragen (z.B. das wichtigste Problem oder der Kommentar am Schluss), bei welchem Sie zusätzliche Informationen anbringen können.

14. Warum gibt es keine Fortschrittsbalken?

Um möglichst detaillierte Informationen aller Befragten zu erhalten, ist unser Online-Fragebogen mit einigen Filterfragen versehen. Das bedeutet, dass nicht jeder Befragte jeweils immer zur selben Frage weitergeleitet wird und sich daher der Fragebogen individuell unterscheidet. Ein Fortschrittsbalken ist daher für Umfragen mit Filterfragen nicht geeignet. Die Mitarbeiter der GLES bemühen sich aber, durch unabhängige Tests und Probedurchläufe sicherzustellen, dass die einzelnen Befragungen eine Länge von ca. 20 Minuten nicht überschreiten.

15. Warum soll ich Politikerbilder einer Partei zuordnen?

Politiker repräsentieren nicht nur die Werte und Ziele ihrer Partei, sondern verleihen dieser auch ein Gesicht, an dem sich viele Wähler orientieren. Die Zuordnung von Politikern zu einer Partei dient in unserer Studie dazu, herauszufinden, ob die Befragten die Politiker auf den Fotos erkennen und korrekt zuordnen können. Daher haben wir bewusst auf die Angabe der Politikernamen verzichtet. Es ist nicht schlimm, wenn Sie die Gesichter nicht erkennen. Für unsere Auswertungen liefern fehlerhafte Zuordnungen genauso wertvolle Informationen wie korrekte. Nach unserer Umfrage im Februar 2017 haben uns einige Befragte mitgeteilt, dass Sie bei dieser Frage gerne eine „weiß nicht“-Option hätten. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach: In zukünftigen Umfragen werden Sie hier die Möglichkeit haben, „weiß nicht“ anzuklicken, wenn Sie das Gesicht nicht erkennen.

16. Wie hängen die GLES-Studie und mingle/respondi zusammen?

Mingle ist eine Online-Erhebungs­plattform der respondi AG, einem führenden Unternehmen der Markt- und Meinungs­forschung, und wurde damit beauftragt, die Online-Befragungen für die GLES-Wahlkampfstudie durchzuführen. Da Sie Mitglied bei mingle sind, wurden Sie persönlich eingeladen, teilzunehmen. Weitere Informationen zu mingle finden Sie hier.

17. Haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn Sie noch weitere Fragen zu der GLES-Wahlkampfstudie oder technische Schwierigkeiten haben, dann schreiben Sie uns eine E-Mail an info.glesstudie(at)uni-mannheim.de