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Themenvorschläge für Abschlussarbeiten

Auf dieser Seite finden Sie Themenvorschläge für Abschlussarbeiten (Bachelor- & Master­arbeiten), die meist auch im Rahmen von Forschungs­praktika bearbeitet werden können. Nähere Informationen zu den Themen können Sie in der Sprechstunde des jeweils genannten Ansprech­partners oder auch per E-Mail erfragen. Wenden Sie sich bei Interesse jederzeit gerne an uns. Natürlich sind wir auch offen für Ihre eigenen Themenvorschläge aus dem Bereich des kognitions­psychologischen Grundlagen- und Alternsforschung.

Prof. Dr. Beatrice G. Kuhlmann

  • Quellenvergessen: Vergessen wir zunächst die Quellendetails (z. B. Sprecher) bevor wir eine Information selber vergessen oder vergessen wir das ganze Ereignis (Information + Quellen) auf einmal? Welche Rolle spielt dabei der Schlaf? Und wie verändert sich das Quellenvergessen im Alter? Welche Strategien können dem Quellenvergessen entgegen wirken? Diesen Fragen gehen wir in unserer Emmy Noether Nachwuchs­gruppe, gefördert durch die Deutsche Forschungs­gemeinschaft, nach und haben hierzu mehrere Abschlussarbeiten zu vergeben.
  • Altern & Kontexteffekt im (Meta-)Gedächtnis: Von Studien mit jüngeren Erwachsenen, z. B. der klassischen „Taucher-Studie“ von Godden und Baddeley (1975) wissen wir, dass das Gedächtnis stark kontextabhängig ist. Aber verändert sich diese Kontextabhängigkeit des Gedächtnisses im Alter? Und beeinflusst der Kontext auch unser Metagedächtnis, also unsere Urteile über unser eigenes Gedächtnis?
  • Fremdsprache & Gedächtnis: Wie beeinflusst das Lernen in einer Fremdsprache das episodische Gedächtnis und welche Prozesse (Enkodierung, Speicherung, Abruf) unterliegen diesen Veränderungen?
  • Altern & Gedächtnis­strategien: Wie effektiv sind verschiedene Strategien zur Verbesserung des Gedächtnis noch bei älteren Erwachsenen? Hierzu soll eine Meta-Analyse durchgeführt werden.

Nikoletta Symeonidou

  • Emotionales Quellengedächtnis: Können wir uns an emotionale Kontexte (z.B. bedrohliche vs. sichere Kontexte) besser oder schlechter erinnern? Welche zugrundeliegenden (kognitiven) Mechanismen spielen dabei eine Rolle? Vergessen wir solche emotionale Kontexte/ Quellen dann schneller oder langsamer?

Hilal Tanyaş

Bitte beachten Sie, dass Frau Tanyaş nur auf Englisch betreuen kann.

  • The Time Course of Memory Processes in Source Monitoring:  In the source monitoring literature, when and how a decision is roughly reached for item (e.g., the information itself) and source (e.g., the origin of that) information is still an open question. What is the time course of memory processes in source monitoring? Is there any temporal overlap between item and source decision? If there is, how much overlap is there and are there any factors (e.g., aging and strength manipulation) affecting this possible overlap? My dissertation project is devoted to these questions, and the main objective is to systematically investigate and compare the time course of item and source memory throughout three consecutive smaller projects, which are suitable as a Bachelor or Master thesis.

Dr. Liliane Wulff

  • Stereotype und Quellenraten: Wenn wir uns nicht mehr erinnern, greifen wir häufig auf Stereotype zurück, um den Ursprung einer Information zu erraten (z.B. wer hat mir etwas erzählt?, wo habe ich etwas gelesen?). Daraus resultierende stereotype Zuordnungen von Eigenschaften zu Personen(gruppen) können für diese potentiell schwerwiegende Konsequenzen haben. Können jüngere und ältere Erwachsene dazu gebracht werden, sich (langfristig) weniger auf Stereotype im Quellenraten zu verlassen? Wie wirken sich z.B. Strategien, Motivation oder die persönliche Relevanz des Stereotyps auf die Stereotypnutzung aus?
  • Determinanten des Destinations­gedächtnisses (zusammen mit M.Sc. Nikoletta Symeonidou): Welche Faktoren beeinflussen das sog. Destinations­gedächtnis, d.h., wie gut wir uns daran erinnern können, wem wir etwas erzählt oder gegeben haben? Welche Rolle spielen dabei Entscheidungs­prozesse? Und was hat das Destinations­gedächtnis ganz generell mit dem Quellengedächtnis (wer hat uns etwas erzählt oder gegeben?) gemeinsam und worin unterscheiden sie sich?
  • Gedächtnisforschung inner- und außerhalb des Labors (zusammen mit M.Sc. Nikoletta Symeonidou): Die Rekrutierung und Testung von Studien­teilnehmenden über Onlineplattformen ist besonders deshalb attraktiv, da innerhalb von kurzer Zeit viele Personen ganz leicht von überall an Experimenten teilnehmen können. Die zunehmende Verlagerung von experimentalpsychologischer Forschung aus dem Labor in die virtuelle Welt wirft besonders für die kognitive Psychologie Fragen auf: Lassen sich Effekte aus Labor­studien in verschiedenen Gedächtnisparadigmen (z.B. Rückschaufehler, Quellenüberwachung, Prospektives Gedächtnis) auch im Online-Setting (z.B. für verschiedene Alters­gruppen) replizieren? Was könnten mögliche Limitationen in der Übertragbarkeit von Laborbefunden in die virtuelle Welt darstellen? Und wie kann man diesen begegnen?