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Die Bedeutung von Verarbeitungs­flüssigkeit für das Metagedächtnis

Menschen verfügen über die bemerkenswerte Fähigkeit, ihr Lernen und Erinnern zu reflektieren und gezielt zu steuern (Metagedächtnis). In der Forschung zum Metagedächtnis wird heftig darüber debattiert, welche Bedeutung der erlebten Leichtigkeit der Informations­verarbeitung während des Lernens (der sog. Verarbeitungs­flüssigkeit) zukommt. Dieses von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG, UN 345/1-3) geförderte Projekt kombiniert experimentelle, statistische und modell­basierte Ansätze um zu untersuchen, inwieweit und unter welchen Bedingungen Verarbeitungs­flüssigkeit Vorhersagen der Erinnerungs­wahrscheinlichkeit (Judgments of Learning, JOLs) zugrunde liegt. Die Klärung dieser Frage wird die Theoriebildung im Bereich der Metagedächtnisforschung erweitern und aufzeigen, wie sich die Genauigkeit des Metagedächtnisses verbessern lässt.

Ausgewählte Publikationen

  • Undorf, M. (in press). Fluency illusions in metamemory. In A. M. Cleary & B. L. Schwartz (Eds.), Memory quirks: The study of odd phenomena in memory. New York: Routledge.
  • Undorf, M., & Zimdahl, M. F. (2019). Metamemory and memory for a wide range of font sizes: What is the contribution of perceptual fluency? Journal of Experimental Psychology. Learning, Memory, and Cognition, 45, 97-109. https://doi.org/10.1037/xlm0000571
  • Undorf, M., & Zander, T. (2017). Intuition and metacognition: The effect of semantic coherence on judgments of learning. Psychonomic Bulletin & Review : PB&R, 24, 1217-1224. https://doi.org/10.3758/s13423-016-1189-0
  • Undorf, M., Zimdahl, M. F., & Bernstein, D. M. (2017). Perceptual fluency contributes to effects of stimulus size on judgments of learning. Journal of Memory and Language : JML, 92, 293-304. https://doi.org/10.1016/j.jml.2016.07.003
  • Undorf, M., & Erdfelder, E. (2015). The relatedness effect on judgments of learning: A closer look at the contribution of processing fluency. Memory & Cognition, 43, 647-658. https://doi.org/10.3758/s13421-014-0479-x

Metakognition aus dem Blickwinkel der Urteils- und Entscheidungs­forschung

Unter Metakognition versteht man die menschliche Fähigkeit, eigene Kognitionen zu überwachen und eigenes Verhalten effizient zu steuern. Diese Fähigkeit wird typischerweise mit metakognitiven Urteilen erfasst. In diesem von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft (DFG, UN 345/2-1 und BR 2130/14-1) geförderten Projekt analysieren wir metakognitive Urteile mithilfe von Methoden und Techniken aus der Urteils- und Entscheidungs­forschung. Diese Forschung wird unser Verständnis zu den Grundlagen von Metakognitionen erweitern, zur Entwicklung besserer Maße für die Genauigkeit metakognitiver Urteile beitragen und die theoretische Integration von Metakognitions­forschung und Kognitions­forschung befördern.

Ausgewählte Publikationen