Kollektive Erinnerungen und Gewaltkreisläufe – Interventionen auf individueller und kommunaler Ebene
Anselm Crombach1, 2
1 Saarland University, Department of Psychology, Clinical Psychology and Psychotherapy for Children and Adolescents, Saarbrücken, Germany
2 Non-Governmental Organization vivo international e. V., Konstanz, Germany
Jahrzehnte andauernde Konflikte wie im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC) belegen eindrücklich die Dynamiken auf individueller and kommunaler Ebene, welche zu (intergenerationalen) Gewaltkreisläufen beitragen. Die wiederkehrende Gewalt hat schwerwiegende Auswirkungen auf die psychische Gesundheit, Stigmatisierung, soziale und kulturelle Einstellungen und Normen. Wie diese gewalttätigen und traumatischen Erlebnisse erinnert werden, beeinflusst nachhaltig die Fähigkeit von Gesellschaften die bestehenden Gewaltkreisläufe zu durchbrechen und eine friedliche Gesellschaft zu etablieren. Ein vielversprechender Ansatz ist das NETfacts Gesundheitssystem, welches individuelle trauma- und aggressionsfokussierte Behandlungen mit Interventionen auf gemeinschaftlicher Ebene kombiniert. Dieses zielt darauf ab einen Dialog zwischen Überlebenden und Tätern zu ermöglichen und den sozialen Zusammenhalt von Gemeinschaften zu stärken. In meinem Vortrag ziele ich darauf ab die dahinterliegenden Mechanismen zu beleuchten und die Auswirkungen von NETfacts auf individueller, familiärer und gemeinschaftlicher Ebene dazulegen.
Wann? Mittwoch, 16. Januar 2026, 16:00 – 18:00 Uhr
Wo? Über der Ambulanz im 5. Stock am Willy-Brandt-Platz 1, 68161 Mannheim
Für Verpflegung und Vergütung wird gesorgt.
Bitte gib uns Bescheid, ob du dabei bist: Schreib uns gerne eine Mail (kiju-beiratmail-uni-mannheim.de) oder melde dich über Instagram (@kijubeirat_uni_mannheim).
Wir freuen uns auf euch!
O-Ton Allgemeinmedizin – Der Podcast für die Hausarztpraxis
Folge 62: Selbstverletzendes Verhalten erkennen und richtig handeln
Wir möchten verstehen, wie Jugendliche und junge Erwachsene (15–25 Jahre) – mit und ohne Erfahrungen mit selbstverletzendem Verhalten – mit ihren Gefühlen umgehen
Verlosung von 5 x 15 € unter allen Teilnehmer:innen
Psychotherapieforschung lebt von der Praxis. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen Therapieverlauf und -erfolg besser zu verstehen. Mit Ihrer Expertise gestalten wir Instrumente, die Fortschritte sichtbar machen und die therapeutische Arbeit gezielt unterstützen.
Etwa ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben Erfahrungen mit selbstverletzendem Verhalten*. Trotz ernst zunehmender medizinischer Risiken und eines psychischen Leidensdrucks suchen nur wenige Betroffene Hilfe.
Wir suchen aktuell Studienteilnehmer:innen für die Studie „Selbstverletzung – Was denkst du wirklich?", bei der es darum geht die Einstellung und das Befinden gegenüber Selbstverletzungen zu erfassen. Ziel der Studie sind neue Erkenntnisse zu selbstverletzendem Verhalten zu erhalten, die zu einer Verbesserung der Unterstützung von Betroffenen führen sollen. Die Befragung verläuft online.
Suizidales Verhalten und Selbstverletzungen sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen weit verbreitet, doch die Forschung wird oft durch Bedenken gehemmt, dass Studien zu diesen Themen schädliche Auswirkungen haben könnten. Diese Literaturübersicht von 21 Befragungs-, Präventions- und experimentellen Studien zeigt jedoch, dass die große Mehrheit keine Hinweise auf iatrogene Effekte wie verstärkte Suizidgedanken oder psychische Belastungen durch die Studienteilnahme fand. Die Ergebnisse weisen Entscheidungsträger darauf hin, dass gegenwärtige Vorgaben die ethische Durchführung von Studien mit sensiblen Inhalten wie Suizidalität und Selbstverletzungen ermöglichen und fördern sollten, damit dieser oft benachteiligten Personengruppe, der notwendige Forschungsbedarf nicht vorenthalten wird.
Bild: Nils Petras
Umzug in unser neues Gebäude
Wir freuen uns Sie in unseren neuen Räumlichkeiten empfangen zu können. Ab sofort sind wir am Willy-Brandt-Platz 1 in Mannheim zu finden. Unsere neuen Räumlichkeiten ermöglichen es unsere psychotherapeutische Ambulanz für Kinder und Jugendliche, die Arbeitseinheit sowie Seminarräume in einem Gebäude zu vereinen.
Interessantes Statement-Paper, welches bürokratische Hürden und rechtliche Unsicherheiten in der Forschungsarbeit der klinischen Kinder- und Jugendpsychologie/-psychotherapie beleuchtet.
In diesem Beitrag wird beleuchtet, welche psychotherapeutischen Interventionen und diagnostischen Instrumente bei Kindern und Jugendlichen mit suizidalem Erleben und Verhalten eingesetzt werden.
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