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Krisenkorporatismus oder Korporatismus in der Krise?

Soziale Konzertierung und Sozialpakte in Europa

Arbeits­beziehungen in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern zeichnen sich durch eine langjährige Tradition der Sozial­partnerschaft aus. Diese wird jedoch in den letzten Jahrzehnten zunehmend infrage gestellt mit ungewissen Folgen für die politischen Ökonomien und organisierten Interessen. Das Projekt setzt sich daher mit den analytischen und politischen Debatten bezüglich der Überlebens­fähigkeit des organisierten Kapitalismus auseinander. Im ersten Teil befasst sich das Projekt mit der Frage, ob und wenn ja, auf welche Weise und aus welchen Gründen die aktuelle Wirtschafts­krise die Arbeits­beziehungen sowie die Beziehungen der Sozial­partner zur Regierung in Deutschland verändert hat. Zweitens werden die Unterschiede zwischen europäischen Ländern bezüglich der Einbeziehung der Sozial­partner in die Krisenpolitik der nationalen Regierungen untersucht. Zudem werden die Konsequenzen auf Politikinhalte und die Institution der Sozial­partnerschaft in ausgewählten Fällen analysiert. Beide Teile des Projekts stützen sich auf eine Kombination innovativer Forschungs­methoden und generieren wertvolle empirische Ergebnisse, die die Debatten bezüglich des institutionellen und strukturellen Wandels der Arbeits­beziehungen und des Wohlfahrtsstaates bereichern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES).