Wussten Sie...?!

In dieser Rubrik veröffentlichen wir jede Woche neue interessante Forschungsbefunde aus der Sozialpsychologie


Blinde Justitia?

Wer weniger vertrauenswürdig aussieht, wird möglicherweise härter verurteilt - selbst, wenn keine Straftat begangen wurde.

AutorIn
Anelja Kasenow

Vor Gerichtsgebäuden bekommen wir sie häufig zu sehen - Justitia, die römische Göttin der Gerechtigkeit. Ausgestattet mit Waage und Richtschwert, die Augen hinter einer Binde verborgen, ist sie seit der Antike Sinnbild unseres Justizwesens.

Möge die Macht mit dir sein… und Inspiration wird folgen!

Im Vergleich zu weniger mächtigen Personen lassen sich mächtige Menschen stärker von sich selbst als von anderen inspirieren.

AutorIn
André Rose

„Wer mein Vorbild ist? Das bin ICH, zehn Jahre später!“, sagte Schauspieler Matthew McConaughey während seiner Dankesrede bei der Oscarverleihung. Viele Menschen fühlen sich  von Vorbildern  inspiriert und schöpfen daraus Kreativität und Motivation für die Erreichung ihrer Ziele.

Dinner for one?

Vergnügliche Aktivitäten, die von anderen beobachtet werden können, werden alleine häufig aus Sorge, negativ aufzufallen, gemieden.

AutorIn
Eliane Tröndle

Heutzutage leben viele Menschen als Single oder in Partnerschaften, in denen sich auf die Karriere konzentriert wird und daher weniger Zeit für gemeinsame Unternehmungen bleibt. Somit sind auch immer mehr Menschen auf sich allein gestellt, wenn sie Lust auf Freizeitaktivitäten verspüren.

Stopp, zu viel Information!?

Die Kaufbereitschaft von Individuen mit großem subjektiven Wissen über das Produkt kann niedriger sein, wenn viele anstatt wenige Produktalternativen angeboten werden; bei geringem subjektiven Wissen können viele Produktalternativen dagegen zu höherer Kaufbereitschaft führen. 

AutorIn
Anna Kubat

Im Supermarkt: Fünf Minuten vor Ladenschluss ruft Jans Freundin an und bittet ihn, Kaffee mitzubringen. In dem Tante-Emma-Laden gebe es nur zwei Sorten und sie hätte sich nicht entscheiden können. Ohnehin habe er mehr Ahnung von Kaffee.

Warum wir an die Existenz des freien Willens glauben wollen

Wenn Menschen mit einer unmoralischen im Vergleich zu einer moralisch neutralen Handlung konfrontiert werden, zeigen sie einen verstärkten Glauben an den freien Willen, vermutlich  um ihr erhöhtes Bedürfnis nach Bestrafung der betreffenden Person rechtfertigen zu können.

AutorIn
Laila Nockur

Glauben Sie an die Existenz des freien Willens? Denken Sie also beispielsweise, dass Personen  grundsätzlich frei und bewusst denken und auch handeln können? Viele von Ihnen werden diese Frage vermutlich mit "Ja" beantworten. Wissenschaftlich geklärt ist diese Annahme jedoch bis heute nicht.

Welche Geschenke bringen uns näher?

Ein Geschenk, das persönliche Informationen über die schenkende Person preisgibt, kann die Verbundenheit zwischen schenkender und beschenkter Person stärken.

AutorIn
Dennis Uhrig

Mark ist ratlos: Was soll er seiner Freundin Sarah bloß zum Geburtstag schenken? Er möchte durch das Geschenk gerne die Verbundenheit zwischen ihnen stärken.

Erklärt dem Krebs nicht den Krieg!

Die Verwendung der Metapher „Kampf gegen den Krebs“ kann die Motivation zu gesundheitlich sinnvollen Verhaltenseinschränkungen (z.B. den Verzicht auf Alkohol) verringern, obwohl diese wirksame Faktoren in der Krebsprävention darstellen.

AutorIn
Michael Wagner

Krebstherapie und Krieg haben einige Gemeinsamkeiten, so stehen beide Themen im Zusammenhang mit starkem Leid und berühren Fragen nach Leben und Tod.

Männer essen anders. Frauen auch. Warum?

Geschlechtsstereotype beeinflussen unbewusst unsere Essensvorlieben

AutorIn
Franziska Schmidt

Mädchen tragen rosa, Jungen blau. Frauen sind zart, verständnisvoll und tanzen Ballett. Männer sind stark, kompetent und spielen Fußball. Frauen treffen sich zum Kaffeeklatsch und Männer veranstalten Grillabende. All dies sind weit verbreitete Geschlechtsstereotype.

"Buddha sei mit uns!"

Buddhistische Konzepte fördern Hilfsbereitschaft und Toleranz.

AutorIn
Lydia Simon

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" lautet ein viel zitiertes Wort aus der Bibel, doch kann man sich fragen, ob Religion tatsächlich Hilfsbereitschaft erhöht und Toleranz gegenüber anderen fördert.